Pressetext Esslinger Zeitung vom 01. Februar 2012

Festo baut Büroturm auf dem Zollberg

ESSLINGEN: Zum Auftakt der Erweiterung entsteht das höchste Gebäude der Stadt - Baubeginn in einem Jahr


Blick in die Zukunft: Das Modell zeigt im Hintergrund den Büroturm, der ab 2013 auf der Zollberger Seite der Aufstiegsstraße entstehen soll. Ob und wann die „Ufos" im Vordergrund gebaut werden, ist noch ungewiss. Foto:

Festo


Dass die Firma Festo ihren Hauptsitz in Esslingen-Berkheim erweitern möchte, ist seit sechs Jahren bekannt. Jetzt werden die Pläne konkret: In einem Jahr soll auf der Zollberger Seite der Aufstiegsstraße der Bau eines 60 Meter hohen Büroturms beginnen. Bis zu 400 Mitarbeiter können dort ab Ende 2014 arbeiten.

Von Kornelius Fritz


Festo wächst und wächst. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Eberhard Veit hat das Unternehmen für Automatisierungstechnik seinen Umsatz in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 50 Prozent gesteigert, im vergangenen Jahr wurde erstmals die Marke von zwei Milliarden Euro geknackt. Dementsprechend wuchs auch die Belegschaft, und die Mitarbeiter in dem 2001 eröffneten Berkheimer Technologiecenter mussten immer enger zusammenrücken. „Jetzt stoßen wir ans absolute Limit", erklärte Eberhard Veit gestern bei einer Pressekonferenz. Deshalb will das Unternehmen, das in Esslingen etwa 4500 und weltweit mehr als 15 000 Mitarbeiter beschäftigt, seine Erweiterungspläne auf dem Zollberg nun schrittweise in die Tat umsetzen.

Konventionell oder futuristisch

Als Erstes will Festo neben der Aufstiegsstraße einen 15- bis 16-stöckigen Büroturm bauen, in dem künftig die Vertriebsmitarbeiter sitzen werden. Für Bau und Erschließung rechnet Festo mit Kosten von rund 27 Millionen Euro. Mit 60 Metern Höhe wird der Festo-Turm das höchste Gebäude in ganz Esslingen, Oberbürgermeister Jürgen Zieger hat deswegen aber keine Bedenken: „Wir halten das für eine schöne und gute Lösung", sagte der OB. „Einem Hauptquartier darf man ruhig ansehen, dass es ein Hauptquartier ist", findet er. Die bis zu 400 Mitarbeiter, die dort ab Ende 2014 arbeiten sollen, erreichen ihre Arbeitsplätze künftig von Berkheim aus über die bestehende Brücke in der Kastellstraße. Ihre Autos können sie auf 400 provisorischen Parkplätzen neben dem Hochhaus abstellen.

Die müssen unter die Erde verlegt werden, sobald Festo den nächsten Bauabschnitt in Angriff nimmt. Für den existieren bis jetzt allerdings nur grobe Konzeptstudien. So gibt es einen eher konventionellen Entwurf mit neun kleineren Gebäuden, die sich um einen Campus gruppieren, und einen futuristischen mit zwei runden Baukörpern unter einer zeltartigen Folienkonstruktion.

Welcher dieser Entwürfe letztlich realisiert wird und wann dies passieren wird, lässt Festo noch offen: „Wir wissen nicht, wie der Markt sich entwickelt. Das kann zehn Jahre dauern; wenn eine neue Wirtschaftskrise kommt aber auch 15 oder 20 Jahre", sagt Vorstandschef Veit. Auch zu den Arbeitsplätzen, die auf dem sechs Hektar großen Gelände geschaffen werden, nennt Veit keine Zahlen. Einen Anhaltspunkt bietet vielleicht die geplante Tiefgarage, die 2000 Plätze haben wird. Die soll eines Tages sowohl von der Aufstiegsstraße als auch von der Zollbergstraße aus zu erreichen sein. Bei der Planung habe man aber darauf geachtet, dass das angrenzende Wohngebiet nicht durch zusätzlichen Verkehr belastet wird, sagt Frank Weber, der bei Festo für das Gebäudemanagement verantwortlich ist.

OB verspricht rasche Genehmigung

Auch die ökologischen Bedenken, die es anfangs gab, weil die Äcker zwischen Zollberg und Berkheim als Frischluftschneise gelten, habe man ausräumen können. Gutachten hätten gezeigt, dass der Abfluss der Kaltluft ins Neckartal nicht nur nicht gestört, sondern durch eine Modellierung des Geländes sogar verbessert werde. Auch in puncto Energieeffizienz will Festo bei den Neubauten Maßstäbe setzen.

Oberbürgermeister Jürgen Zieger ist deshalb optimistisch, dass es gelingen wird, das Genehmigungsverfahren bis zum Jahresende abzuschließen. Schließlich hat der Gemeinderat die Erweiterungspläne 2006 schon im Grundsatz abgesegnet, und der Verband Region Stuttgart hat den Regionalplan geändert, sodass das Gelände bebaut werden darf. „Wir wollen den ehrgeizigen Plänen nicht im Weg stehen", erklärte OB Zieger, „das ist gebaute Zukunft für die Ingenieurstadt Esslingen".

Die Pläne zur Festo-Erweiterung werden der Öffentlichkeit am Mittwoch, 29. Februar, ab 19.30 Uhr in der Osterfeldhalle vorgestellt.

News

Unterstützerkreis Berkheim

28.11.2018
Mit dem Einzug von 30 geflüchteten Menschen im November 2017 in die Anschlussunterkunft im Hoffnungshaus in Berkheim wurde der Unterstützerkreis aktiv. Wir sind eine bunt zusammenge...
weiter
Alle News

...die nächsten 3 Termine

 
Zur Zeit sind keine Termine vorhanden!
 

Bürgerausschuss Berkheim


 

©2010-2018 Bürgerausschuss Berkheim

Direktkontakt

E-Mail: webmaster@ba-berkheim.de

Sonstige Infos

Impressum
Intern

WebDesign
Bürgerausschuss Berkheim, Esslingen am Neckar, Esslingen Berkheim, Dietmar Frey, Rain apotheke, ba-berkheim, Berkheim,73734, Gemeindrat Berkheim,ba-berkheim,BA, Berkheim, Hallenfreibad Berkheim, Naturfreibad Berkheim, Ortschaftsrat Berkheim, Esslingen-Berkheim,